Aboverträge im Internet - Betrug, Abzocke und Nepp?
Viele Menschen fühlen sich im Internet tagtäglich abgezockt. Verbraucher, Verbraucherschützer, Verbraucherzentralen, Rechtsanwälte, Polizei, Staatsanwaltschaften und Gerichte schlagen Alarm: Ein Aufschrei der Entrüstung und Empörung geht durch Deutschland.
Es geht um sog. „Aboverträge“ („Abzocke“) im Internet. Hierbei werden Dienstleistungen angepriesen, wo der Preis nicht dominant und riesengroß auf einer Webseite vermerkt ist, sondern wo bis zum Ende durchgelesen werden muss, um diesen zu sehen.
Wie kommt es zu einer solchen Empörung?
Gewissen Firmen, in diesem Fall oftmals als Briefkasten-Firmen deklariert, betreiben objektiv ansprechende Internet-Webseiten aus mehr oder weniger fernen Ländern für den heimischen, deutschen Internetmarkt.
Oftmals erlebt man in diesem Kontext eine halbe Weltreise: Von der Schweiz über Liechtenstein nach England bzw. Großbritannien, weiter über Tschechien nach Rumänien - kurzer Zwischenstopp in Dubai - bis in das Ferne China. Die Themen Mehrwertsteuer und Steuern spielen demnach bei den Abzockern eine wohl eher untergeordnete Rolle. Bei solchen Steuer-Paradiesen als Firmensitz wird der Vorwurf der Steuerhinterziehung nicht zu vermeiden sein.
Aus Dubai oder London soll der gewöhnliche deutsche Bürger also in Städten wie Frankfurt, Schwerin, Saarbrücken oder Fulda mit vielfältigen Online-Dienstleistungen beglückt werden. Man findet hier über eine Suchmaschine wie Google alles von Rezepten, über Tatoos, Gedichten, IQ-Tests, Sparmöglichkeiten bei Fabrik-Einkäufen und noch vieles mehr. Pikanterweise werden sogar nicht selten verruchte Erotik-Dienstleistungen angeboten (interessiert an einem Bordellführer oder an der Erotik-Karriere als Pornodarsteller?).