Aboverträge im Internet, Teil 2
Ist der User nun erstmal heiß auf das Angebot geworden, geht wie so alles in Deutschland rasend schnell, unüberlegt und vollkommen hemmungslos. Von Allgemeinen Geschäftsbedingungen, über Nutzungsbestimmungen bis hin zu Teilnahmebedingungen wird alles frisch, fromm und fröhlich bestätigt. Wie die Weltreise bei den Firmensitzen der Abzock-Firmen erlebt man macht der User nun eine viel zu schnelle kunterbunte Reise durch das deutsche Zivilrecht.
Dem aber noch nicht genug. Es werden darüber hinaus noch persönliche Daten ebenso bereitwillig eingetragen: Name, Straße, Ort, Telefonnummer, gar Kontonummern. Auch vor der persönlichen Konfektionsgröße oder Penislänge wird kein Halt gemacht.
Mit allem einverstanden? Ja klar. Ab auf den Anmeldebutton und ab dafür. Bestätigungsemail bekommen, noch mal alles schnell bestätigen und die Dienstleistung endlich nutzen. Nun passiert jedoch ein Phänomen: Der User verliert genauso schnell die Lust an der Dienstleistung wie er sie bekommen hat. Beim IQ-Test einen unterirdischen IQ in der Auswertung, beim Führerscheintest durchgefallen… der User schließt die Seite und hakt das ganze Thema ab.
Weit gefehlt! Denn wenige Tage später kommt eine Rechnung für die genutzte Dienstleistung. Schnell kontrolliert der User die besuchte Webseite und sieht unter der Anmeldemaske oder direkt daneben „plötzlich“ den Preis. Zwar erst auf den zweiten Blick, aber er steht da, wenn man vernünftig hinschaut. Es geht meist um 50,00 Euro bis 100,00 Euro.
Der Schock ist groß.